Energiewende mit Verspätung

Energiewende_kleinBergkamen, 4. Oktober 2012 Mit einer knapp einstündigen Verspätung konnte der Stadtverbandsvorsitzende Bernd Schäfer zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger am Freitag den 28.09.2012 im Treffpunkt in Bergkamen-Mitte zur Veranstaltung „Energiewende – Wird Energie zukünftig zum Luxusgut?“ begrüßen. Der Grund lag in dem hohen Verkehrsaufkommen von Düsseldorf nach Bergkamen. „Das war leider eine Premiere, denn bis heute war ich bei meinen Terminen immer pünktlich“, entschuldigte sich kein geringerer als der Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes NRW, Garrelt Duin.

Nach kurzen Grußworten von Bürgermeister Roland Schäfer und dem heimischen Landtagsabgeordneten Rüdiger Weiß referierte Minister Duin über die Energiewende und die sich daraus ergebenden Konsequenzen.
Er zeigte die Versäumnisse der schwarz-gelben Bundesregierung bei der Energiewende auf, die im Wesentlichen darin zu sehen ist, dass sie nach der Atomkatastrophe in Fukushima auf diesem Gebiet fast nicht mehr tätig war. Der Minister hingegen kündigte einen Masterplan Energie an, der nicht nur die erneuerbaren Energien berücksichtigt, sondern auch alle anderen Energieträger außer Atom. Von großer Bedeutung ist der effiziente Umgang mit Energie. Als Beispiele führte er die energetische Gebäudesanierung und die Förderung des Einsatzes stromsparender Haushaltsgeräte an. Mit Blick auf die Energiewende räumte Duin ein, dass die Energiepreise steigen werden und wies darauf hin, dass Strom für die Industrie und Bürger bezahlbar sein muss.

Dies gilt insbesondere für stromintensive Unternehmen, die in Konkurrenz mit ausländischen Firmen stehen. Hier hält er die Befreiung solcher Unternehmen von der EEG- und Netzgeldumlage für richtig. Mit einer lebhaften Diskussion, u. a. über Sozialtarife für Transfergeldempfänger, endete die Veranstaltung nach anderthalb Stunden.
„Die Bezahlbarkeit von Energie, gerade für Menschen mit geringem Einkommen, als ein wesentliches Element der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben muss gewährleistet werden“, so der Stadtverbandsvorsitzende Bernd Schäfer abschließend.